Williams Birne – mit Birne oder ohne?

Williams Birne – mit Birne oder ohne?

 

Habt ihr schon einmal auf einer Tiroler Skihütte einen Williams Schnaps bestellt? Wenn ihr Glück hattet, war da ein Stück echte eingelegte Williams Christ Birne im Glas. Die schmeckt schon lecker, die getränkte Birne. Anstoßen, Birne genießen und dann noch den herrlichen Williams Schnaps hinterher.

 

Oder doch nicht? Hier scheiden sich die Geister. Es ist in machen Runden gar ein Streitthema geworden. Stellt sich die Frage: „Wie trinkt man nun den echten Williams wirklich?“

 

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Die Stil-Frage:
mit Birne im Langstilglas?

 

Wir haben im Bekanntenkreis und bei ein paar Stammkunden nachgefragt. Die einen schwören auf eisgekühlten Williams mit Birne im angeeisten Glas. Das heißt, das Glas sollte vorher eine ganze Weile im Tiefkühler stehen. Das schaut nicht schlecht aus.

 

Andere wiederum sagen, Birne ja gerne, aber nicht zu kalt. Das ist wohl ein schöner Mittelweg. Das Extra-Fruchterlebnis möchte z.B. Annemarie aus Bayern, die selbst eine kleine Gaststätte betreibt, nicht missen. Ihre Kunden sagt sie, freuen sich auf die Birne im Glas. Nur runter kühlen auf 4°C würde sie ihnen den guten Schnaps nicht gern, meint Annemarie.

 

Kalt, warm mit Frucht oder wie?

Wir haben auch mit einem Hüttenwirt aus Tirol gesprochen. Er meinte: „Soll ich ehrlich sein? Also euren guten Williams gibt’s pur aus dem Keller bei etwa 16°C. Den eiskalten mit Birne haben wir auch, dafür reicht dann ein anderer auch!“ Wir haben uns natürlich über das Kompliment gefreut. Trotzdem wollten wir ihm klar machen, dass man durchaus auch den Kräuterdestillerie Williams Birnen Schnaps mit Frucht trinken kann.

 

Den Guten lieber pur!

Last but not least sind wir wieder einmal zum Fachmann gegangen und haben den Chef persönlich gefragt, was er von der Birne im eisgekühlten Williams hält. Er meinte, je kühler ein Schnaps, desto weniger Geschmacksnuancen kann deine Zunge und dein Gaumen wahrnehmen. Ist er wärmer, nimmt man neben den Geschmacksnoten aber auch den Alkohol dominanter wahr. Erst warm getrunken entdeckt man die Qualität des Schnapses. Die Frucht verfälscht den Schnaps natürlich etwas, vor allem, wenn noch etwas Birnensaft mit dazukommt.

 

Geschäftsführer und Destillateur beim Verkosten

Deshalb trinkt man hochwertige, natürliche Williams Schnäpse und Edelbrände am besten pur bei etwa 16-19° C aus dem bauchigen Edelbrandglas. Ganz einfach, weil das Geschmackserlebnis so größer ist. Ein feines Birnenkompott serviert der Genießer dazu im Dessertschälchen. Trotzdem kommt es immer darauf an, wo man gerade ist. Auf der Skihütte schmeckt ein kühler Williams Birne selbstverständlich herrlich.

 

In dem Sinne:
„Zum Wohle und zum Genuss, aber niemals im Überfluss.“

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