Kerbelkraut – frisches Würz- und Heilkraut

Kerbelkraut – frisches Würz- und Heilkraut

 

Die große Wirkung unscheinbarer heimischer Pflanzen ist ein Thema, das uns schon lange begleitet. In diesem Beitrag möchten wir euch das Kerbelkraut vorstellen. Der Echte Kerbel wird gerne als Würzkraut in Saucen und Suppen verwendet. Deshalb wird er auch landläufig als Suppenkraut bezeichnet. Dass ihm dieser Name nicht ganz gerecht wird und er viel mehr kann erfahrt ihr hier…

 

Steckbrief Kerbel

Bekannt als Küchenkraut, ist der Kerbel auch ein Geheimtipp als Heilkraut. Er wächst in Mitteleuropa wild, wird aber vielerorts auch in Gärten angebaut. Sein wissenschaftlicher Name ist Anthriscus cerefolium.

 

Die Blätter der Wildform sind mit kleinen, steifen Borsten übersät. Die kultivierte Form hat kleine, sehr glatte und glänzende Blätter.

 

Bekannt ist der Echte Kerbel im Volksmund auch unter Suppenkraut, Kervel oder Kerwel. Er gehört zu dem Doldenblütlern (Apiaceae) und da zur Gattung der Kerbel (Anthriscus).

 

 

Kerbel in der Tiroler Hausapotheke

Kerbel enthält große Mengen an ungesättigten Fettsäuren, Gerbstoffen und Flavonoiden. Auch Eisen, Magnesium, Kalium und Zink sind im Kerbel enthalten. Ebenso ist er reich an Vitaminen.

 

Das führte dazu, dass Kerbel schon früh nicht nur als Suppenkraut eingesetzt wurde. Auch bei Kopfschmerzen, Verbrennungen und Entzündungen wurde und wird er eingesetzt. Kerbel soll außerdem bei Durchfall und Blähungen helfen.

 

Wir haben in unserer Kräuterbücher-Bibliothek gestöbert und einen interessanten Auszug gefunden:

„[…] Des Weiteren schreibt man dem Kerbel eine schleimlösende Kraft zu, das zudem die Nerven beruhigen kann und Schlafstörungen lindert.. […] “ Zitat aus „Das große Buch der Heilpflanzen – Apotheker M. Pahlow – Verlag Gräfe und Unzer – 1979.

 

An dieser Stelle möchten wir aber darauf hinweisen, dass dies keine Empfehlungen unsererseits sind, sondern alt überliefertes Kräuterwissen. Solltet ihr Beschwerden haben, bitte immer Arzt oder Apotheker konsultieren.

 

 

Kerbel in der Küche

Kerbel eignet sich hervorragend zum Verfeinern von Sommersalaten und Gemüsetellern. Sein angenehm frischer und lieblicher Geschmack passt hervorragend zu frischen Gurken und Radieschen. Hier sind der eigenen Fantasie keine Grenzen gesetzt.

 

Für das Immunsystem: die Kerbel-Suppe

Mit seinem reichen Anteil an den Vitaminen A und C hat Kerbel auch eine positive Wirkung auf unser Immunsystem. Kerbel fördert die Bildung von Blutkörperchen. Um die Wirkstoffe aufzunehmen, wird der frische Kerbel nur selten als Tee zubereitet, sondern gerne zu einer grünen Suppe gekocht.

 

Zutaten:
1 Zwiebel
1 Kartoffel
30g Butter
1lt Gemüsesuppe
150g Kerbel
evlt. etwas Sahne oder Zitronensaft zum Verfeinern
Salz und Pfeffer

 

Zubereitung
Zwiebel schälen und in Würfel schneiden. Kartoffel schälen und würfeln. Die Butter in einem Topf schmelzen, Zwiebel und Kartoffel andünsten, mit der Gemüsesuppe aufgießen und das Ganze 15 min köcheln lassen. Den frischen Kerbel hinzufügen und die Suppe rasch pürieren. Mit Salz und Pfeffer würzen und noch heiß servieren.

 

Ein Spritzer Zitronensaft verleiht eine besonders frische Note. Wer es etwas cremiger mag, kann vor dem Pürieren 100ml Sahne hinzufügen.

 

 

In der Kräuterdestillerie setzen wir regelmäßig frisches Kerbelkraut-Mazerat an. Das wird dann beispielsweise in unserem Original Tiroler Kräuterlikör verarbeitet. Dieser wunderbare Likör und Muntermacher passt hervorragend nach einem guten Essen.

 

Guten Appetit & Wohl bekomm’s!

 

 

|