Men@work: Enzian Wurzeln schreddern

Men@work: Enzian Wurzeln schreddern

 

Letzte Woche war es wieder soweit: wir haben eine Enzian-Wurzel-Lieferung bekommen. Das ist immer ein ganz besonderer Tag für unser Produktionsteam. Nicht nur, weil es so selten vorkommt, auch weil man da etwas ganz Wertvolles in den Händen hat. Und mit den Händen bearbeiten kann. Nun ja…nicht nur mit den Händen 😉

 

 

Auch wenn der blaue Enzian bekannter ist, zu Enzian Schnaps wird nur die Wurzel des gelben Enzians verarbeitet. Selbstverständlich steht auch der gelbe Enzian unter Naturschutz. Trotzdem darf er sehr kontrolliert gestochen werden. Die Bauern, die die nötigen Schürfrechte haben, gehen sehr behutsam damit um.

 

Gestochen wird händisch und vorsichtig, immer auf Nachhaltigkeit bedacht. Schließlich benötigt es über 10 Jahre, bis eine Wurzel groß genug ist. Die Natur kennt weder Hektik noch Ungeduld. Der gelbe Enzian blüht erstmals mit 10 Jahren und kann 60 Jahre alt werden.

 

 

Hier ein paar Eindrücke. Es wird geputzt, geschreddert, eingelagert und schließlich eingemaischt. Genau hier liegt im Übrigen das Besondere unseres Echten Tiroler Enzian Schnapses: er wird gemaischt und gebrannt – nicht nur angesetzt!

 

Das unterscheidet den Schnaps vom Enzian Geist. Der Geist wird angesetzt, der Schnaps gebrannt. Beim Enzian ist beides möglich. Die Wurzeln können auch lediglich in Alkohol eingelegt werden. Daraus entsteht der Geist. Sie können aber auch eingemaischt und behutsam vergärt werden. Die Maische wird dann destilliert. Dabei gewinnen wir den echten Enzian Schnaps.

 

Diese Variante erfordert Fachkenntnis und die nötige Zeit. Belohnt wird sie aber durch einen intensiven unverwechselbaren Charakter des Schnapses. Wir finden, die Mühe lohnt.
Schöne Grüße aus Tirol!

 

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