Kaiser Maximilian – Tiroler im Herzen

Kaiser Maximilian – Tiroler im Herzen

Tirol feiert heuer Kaiser Maximilian den I. Ein Mann, der wie wenige andere das europäische Mittelalter geprägt hat.  Manche nennen ihn den letzten Ritter. Tirol hat er zu seiner Heimat des Herzens erkoren. Deshalb feiert ihn das ganze Land in diesem Jahr, in dem sich sein Todestag zum 500. mal jährt. Wir begeben uns auf Spurensuche in Tirol…

 

Der Tiroler Landeshauptmann und Innsbrucks Bürgermeister bei der feierlichen Eröffnung des Maximilianjahres am goldenen Dachl.

Das Goldene Dachl

Jeder der einmal in Innsbruck war kennt das Wahrzeichen der Stadt: das Goldene Dachl in der Altstadt. Aber wusstet ihr, dass Kaiser Maximilian den prunkvollen Erker im Jahre 1500 erbauen ließ? Mit über 2.600 vergoldeten Kupferschindeln ließ er das Dach eindecken.

 

Heute ist der Erker Teil des Museum Maximilianeum. Und genau dieses Museum zeigt im Jubiläumsjahr 2019 eine sehr interessante Ausstellung rund um den letzten Ritter Europas.

 

Der letzte Ritter

Im März 1459 ist Erzherzog Maximilian von Österreich in Wiener Neustadt als Sohn Kaiser Friedrichs III geboren worden. Die Habsburger waren in Geldnöten. Bettelkaiser nannte man Maximilians Vater. Das wollte Maximilian ändern. Er träumte von einem Reich von Westen nach Osten, in dem die Sonne niemals untergeht.

 

Seine Eroberungen fanden auf Schlachtfeldern und in Ehebetten statt. Maximilian soll leidenschaftlich gewesen sein, in allem was er gemacht hat.

 

Vielleicht ist das der Grund, warum die Tiroler das Gedenken an ihn so hoch halten. Er war Naturbursche und trotzte Gefahren. Er war belesen und mutig. In den Tiroler Felswänden hat er seine Kletterkünste perfektioniert.

 

Die Martinswand und Kematen

Der Heimatort der Kräuterdestillerie hat einen besondern Bezug zu Kaiser Maximilian. Der Legende nach soll der Ort seinen Namen Kematen vom jungen, späteren Kaiser bekommen haben. Der war mutig und übermütig die steile Martinswand auf der gegenüberliegenden Talseite hochgeklettert. Drei Tage verharrte er dort und wartete auf Hilfe, als er nicht mehr vor noch zurück kam. Da soll er gesagt haben: „Wenn sie nur kematen, wenn sie nur kematen“

 

Die Hilfe kam und Maximilian führte sein abenteuerliches Leben weiter. Die Martinswand ist heute gesichert und auch für ungeübte Wanderer einfach zu erreichen.

 

Der Geldbeutel Tirol

Ein Grund, weshalb Maximilian sein Tirol so sehr mochte war bestimmt der Reichtum an Erzen und Salz des kleinen Landes im Mittelalter. Sigmund der Münzreiche, damaliger Fürst Tirols und Maximilians Onkel, unterstützte den jungen Ritter mit den Einnahmen aus dem Schwazer Silberbergwerk ebenso wie mit dem Salz aus Hall in Tirol.

 

 

Hall in Tirol ist eine wundervoll erhaltene mittelalterliche Stadt, ganz in der Nähe Innsbrucks. Sie ist definitiv einen Besuch wert. Ebenso wie die zahlreichen Ausstellungen und Feierlichkeiten, die ihr im ganzen Land und darüber hinaus heute besuchen könnt.

 

Wir finden, dass man auf einen, der von sich behauptet im Herzen Tiroler zu sein ein Gläschen Herzstück Williams Birne trinken sollte. Auf den letzten Ritter und auf euch 😉

 

Bilder teilweise: Pressefotos des Landes Tirol

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